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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Heilig Kreuz in Homburg gehören.

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Donnerstag, 07. Mai 2020

Unsere Spiritualitätsseite

Gedanken und Impulse

Ich gehe schnellen Schrittes durch die Straßen. Bloß nicht zu nah an die entgegenkommenden Menschen heran kommen. Immer schön 2 Meter Abstand halten. Am besten blicke ich im Vorbeigehen auf den Boden, oder in eine andere Richtung. Auch im Supermarkt überkommt mich ein Gefühl der Unsicherheit. Darf man die Kassiererin überhaupt durch die Plexiglasscheibe anlächeln und noch einen schönen Tag wünschen? Momentan bin ich da total irritiert. Während des Bezahlvorgangs bin ich sehr konzentriert darauf, alles richtig zu machen. Abstand halten, Bargeldlos bezahlen, nichts unnötig anfassen… In dem ganzen Stress vergesse ich das Lächeln dann schon mal. Hinzukommt, dass das Tragen von Gesichtsmasken ein gegenseitiges Anlächeln eh unmöglich macht. Dabei ist es doch so: Wer lächelt, bekommt meist auch ein Lächeln zurück. In schwierigen Zeiten, in denen es nicht so viel zu lachen gibt, ist es von großer Wichtigkeit, die Hoffnung nicht aufzugeben und auf Gott zu vertrauen. So wie in der Bibelgeschichte von Hiob. Hiob war ein reicher und sehr gottesfürchtiger Mensch, dem alles, was er hatte, genommen wurde. Dennoch hat er nicht aufgehört, auf Gott zu vertrauen, sodass ihm am Ende alles, was er verloren hatte, großzügig zurück geschenkt wurde. Dabei wurde Hiob in der schwierigen Zeit auch Mut und das Vertrauen in Gott zu gesprochen: „Mit Lachen wird er deinen Mund noch füllen, deine Lippen mit Jubel.“ (Hiob 8, 21)

Gebet

Guter Gott, Gib mir die Kraft,
die Herausforderungen der aktuellen Situation zu meistern.
Stehe mir bei und unterstütze mich dabei,
anderen Menschen eine Freude zu bereiten.
Schenke uns allein ein Lächeln in unsere Gesichter.
Amen.

 

 

Der „ungläubige“ Thomas

In der Bibel heißt du Thomas, aber im alltäglichen Leben hast du ganz viele Namen.
Mit diesen Menschen, egal wie sie heißen, hast du gemein, dass du nicht alles hinnimmst,
dass du selbst sehen, nachvollziehen möchtest, was andere dir sagen.
Vielleicht bist du zu oft enttäuscht worden, Menschen haben dir etwas erzählt - und hernach war alles ganz anders;
du hattest große Hoffnungen entwickelt, und dann war alles umsonst.
Bevor ich jemandem blindlings meinen Glauben schenke, möchte ich Beweise haben - würde ich in einer solchen Situation denken:
Mich legt keiner mehr rein. Oder war in dir die Angst,  die anderen hätten sich hinters Licht führen lassen
und ihr Vertrauen irgendeinem geschenkt, der vorgibt, jemand zu sein, der er gar nicht ist?
Das wäre sicherlich nicht das erste Mal, dass Menschen anderen Menschen nachlaufen, die sie täuschen,
die sagen „Seht her, ich bin es!“; dass sie auf Versprechen hereinfallen, die leer sind, bedeutungslos,
hohle Worte nur.
Hatte nicht genau davor der so brutal hingerichtete Jesus gewarnt und gesagt: Lauft ihnen nicht nach, wenn da welche sind, die unter seinem Namen auftreten?
Hast du es für möglich gehalten, die anderen Jünger wären auf einen Betrüger herein gefallen?
Dein Zweifel ist stark. Er lässt erkennen, dass du nicht verletzt werden möchtest;
er lässt erkennen, wie einzigartig Jesus für dich ist. Du willst nicht, dass jemand anderes seinen Platz einnimmt.
Lieber hältst du es aus, dass es vorbei ist, dass er sich nicht mehr rührt.
So ist das Leben! So kennst du es. Es geht nicht ewig weiter. Der Tod setzt ein Ende. Damit muss man sich abfinden.
Man muss wissen, wenn es vorbei ist, man muss es nicht nur wissen, man muss es auch annehmen.
Und wer anderes sagt, wird sehen. Dein Zweifel ist Realitätssinn. Ehrlich ausgetragen.
So beeindruckend, dass wir heute noch davon sprechen, ihn zutiefst sympathisch finden und sagen:
wie gut tut es, dass es dich gibt, dein bohrendes Fragen, deine redliche Ansage.
Denn damit hat auch unser Zweifel Raum und Ausdruck, ich muss mich dessen nicht schämen.
Ich bin nicht der erste, der denken würde: ich möchte in meinem Glauben nicht enttäuscht werden.
Oder:
Das, was die anderen verkünden, was sie vorgeben, erlebt zu haben, spricht mich nicht an, weckt nichts in mir, ist mir sogar unverständlich. Wie du haben Menschen immer gedacht - und wenn heute die Verkündigung, das Glaubenszeugnis der Kirche oder all jener, die aus der Gegenwart Jesu, aus seiner Auferstehung leben,
andere nicht erreicht, nicht überzeugt, dann ist das nicht neu, dann gehört das dazu, dann ist das sogar auch in der Bibel zu finden.
Aber was hat dann alles anders gemacht, was hat dich anders gemacht, den Zweifel in ein viel größeres Licht gestellt,
in einen anderen Zusammenhang?
Deinen Charakter wirst du nicht verändert haben, dass du den Dingen auf den Grund gehen willst,
dass du dir kein X für ein U vormachen lassen willst.
Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe, aber ich glaube, du hast etwas erlebt, dir ist etwas aufgegangen.
Ich formuliere es so:
Je mehr sich ein Mensch traut, seine Wunden zu zeigen, umso glaubwürdiger ist er.
Das kenne ich aus meinem Alltag,  dass Gespräche, dass Begegnungen an Tiefe gewinnen,
wenn Menschen ihre Wunde, ihre verletzte Seite nicht verbergen.
Das lässt mich nicht kalt, ich werde berührt, bin nicht mehr nur zuhörend.
Die Wunden machen einen Menschen echt und unverwechselbar.
Wer seine Verletzungen sprechen lässt, hat anderen viel zu sagen und zu geben.
Oft denke ich, wie anders könnten wir alle heute Kirche sein, wenn die Wunden der von der Kirche und vom Leben Enttäuschten, wenn die Verletzungen der von der Kirche Abgewiesenen gesehen würden, sich zeigen könnten.
Nicht auszuschließen, wir würden plötzlich den in den Wunden Tragenden erkennen,
den du erkannt hast.
Ohne dich, Thomas, gingen wir zu schnell über die Wunden hinweg.
Vielleicht war es vor allem das, was dich zweifeln ließ:
wer nach Ostern die Wunden übersieht, sie nicht mehr sprechen lässt, nicht mehr von ihnen ausgeht,
der kann nicht von Ostern reden, der kann nicht von Christus ausgehen.
Du bist von Christus ausgegangen, die ganze Zeit.
Denn das ist er für dich: der, der seine Wunden sprechen lässt, der, der sich von seinen Verletzungen leiten lässt.
Weil es ihn tief im Inneren rührte, erschütterte, zum Weinen brachte, das Herz zerriß, rief er den Lazarus aus der Grabhöhle.
Weil es ihn verwundete, wie Menschen miteinander umgingen, formulierte er die Bergpredigt.
Weil es ihn verletzte, wütend machte, wie die „Gottesmänner“ Zugänge zu Gott versperrten
und sich selbst auf den Stuhl des Mose setzen, kritisierte er sie und setzte dafür sein Leben aufs Spiel.
Du hast einen sich zutiefst anrühren lassenden Jesus erlebt.
Weil er über die Not der Menschen nicht hinwegging, litt er selbst große Not.
Weil er die Menschen vor allem als Verwundete, als Verlorene sah, denen unbedingt nachzugehen ist,
wurde er selbst verwundet und zu den Verlorenen gezählt.
Diese Erfahrung, dieses Erleben wolltest du nach Ostern nicht über Bord werfen;
das wolltest und willst du weiter sehen, denn nur dann hat es für dich mit Christus zu tun,
nur dann ist er selbst da und gegenwärtig im Kreise aller,  die sich auf ihn berufen.
Ich bin froh,  dass wir mindestens am Sonntag nach Ostern jedes Jahr von dir hören.
Du sagst mir:
geh nicht über die Wunden hinweg, weder über deine eigenen, noch die der anderen.
Sie sorgen für Glaubwürdigkeit.
Kirche ist nur dann Kirche Jesu, wenn sie die Wunden der Menschen sieht und in ihnen Christus.
Nimm uns an die Hand, Thomas, hilf uns, die Wunden zu ertasten, sie zu fühlen, den Schmerz wahrzunehmen.
Hilf uns zu fragen: wer hat das gemacht? Wer hat dich verletzt? Wie konnte es dazu kommen?
Ich glaube, an deiner Hand verstehen wir mehr vom Leben, mehr vom Glauben.
Ich glaube, an deiner Hand ergänzen wir das Wort Jesu
„Selig sind, die nicht sehen und doch glauben“ und sagen:
Selig sind, die glauben, indem sie sehen.

Die zwei Emmaus-Jüngern

Die Erzählung von den zwei Emmaus-Jüngern, die unterwegs dem auferstandenen Jesus begegnen, ist für mich eine der schönsten im Neuen Testament (Lukasevangelium Kapitel 24, Verse 13 bis 35). Wo genau ist aber eigentlich Emmaus? An keiner anderen Stelle im Neuen Testament wird dieses Dorf erwähnt. Historiker, Archäologen und Theologen beißen sich bis heute die Zähne daran aus, wo denn jetzt genau dieses Emmaus liegt. Drei Orte in der Nähe von Jerusalem beanspruchen, das wahre Emmaus zu sein. Und manche Historiker meinen, Emmaus an ganz anderen Orten entdeckt zu haben. „Das“ Emmaus gibt es anscheinend nicht. Der Name „Emmaus“ kommt wohl von „Hamam“, und das heißt „warm werden“ – „warme Quelle“. „Brannte uns nicht das Herz in der Brust?“ – Wurde es uns nicht warm ums Herz? Wenn du Gott begegnest – du kannst es nicht „machen“, nicht in Worte fassen, nicht beschreiben – und trotzdem bist du dir in diesem Moment ganz sicher: „Ich bin nicht allein – ER geht mit“. Ich durfte das selbst schon erleben: Dann brennt das Herz in der Brust – urplötzlich: „Ich bin so froh mit dir – du lebst, mit mir, in mir.“ „Das“ Emmaus gibt es wohl nicht – jeder hat vielleicht sein eigenes Emmaus: Emmaus ist der „Ort“, wo du erfahren hast: „Jesus, du lebst, du gehst verborgen an meiner Seite!“

Wo ist Ihr Emmaus? Ihre ganz persönliche Begegnung mit dem Auferstandenen? Wann hat er sich bei Ihnen gemeldet – ungeplant, überraschend? Wie begegnet er Ihnen – in der Stille, fremd, im Verborgenen…?

Gehen Sie ab und zu mal in Ihr „Emmaus“ – zu diesen Glücksmomenten in unserem Glaubensleben, dass wir das niemals mehr vergessen, was wir da erfahren durften – denn von diesen Momenten leben wir – es sind kleine Osterfeste, Begegnungsfeste mit dem Auferstandenen, die wir da feiern dürfen.

Gebet

Jesus,
wenn du mit uns gehst,
wenn du in unserer Mitte bist,
dann öffne auch uns die Augen,
damit wir dich erkennen.

Geduld

Ganz ehrlich? Geduld war noch nie meine Stärke! Und im Augenblick wird von uns was gefordert, was eigentlich gegen unsere Natur ist. Wir wollen zusammenkommen, was miteinander erleben, suchen Nähe – und dürfen nicht so richtig. Und wir merken: Das Leben ist mehr als nur ICH. Das Leben ist nicht nur schöner und spannender mit anderen, das Leben ist WIR.
Wir werden irgendwie krank, wenn wir nicht unter Leuten sein können. Aber vielleicht ist es ja mal ganz gut, diesen Verlust in diesen Tagen so knallhart zu spüren. Kann doch sein, dass wir dann das WIR umso mehr schätzen. Und mehr tun, um das WIR zu pflegen und aufzubauen.
Ich wünsche uns einen langen Atem. Dass es klick macht, uns ein Licht aufgeht, wir aus der Erfahrung des Verlustes die richtigen Schlüsse ziehen. Muss doch nicht alles so weitergehen wie vor der Krise. Oder?

Gebet

Gott, verborgen bist du da:
Du – Vater.
Du – Jesus.
Du – Heiliger Geist.
Ihr göttlichen Drei!
Ihr seid Beziehung. Gemeinschaft. Kommunikation.
Das erkenne ich immer mehr.
Schenke uns offene Ohren, offene Augen, ein hilfreiches Wort und ein weites Herz.
Für euch drei und füreinander,
damit wir euch und uns selbst und einander besser verstehen.

Segen

Es segne uns der drei-eine Gott:
Der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Warum eigentlich nicht? | von Melanie Viehl

Warum eigentlich nicht ein paar Blumen kaufen und damit die Blumenkästen befüllen? Klingt doch gut, oder? Also fahren wir, meine Kinder und ich, zum Geschäft. Auf dem kurzen Weg dorthin die Frage: Ist es wirklich nötig, Blumen zu kaufen? Aber schließlich sind wir schonmal unterwegs. Dort angekommen merke ich direkt, dass sich einkaufen vorerst verändert hat. Die Unsicherheit wächst. Die lieben Kleinen bleiben mit Hörspiel im Auto, schließlich sind die Schulen und Kindertagesstätten zu. Ich mach mich auf und stelle mich in die Schlange vor dem Geschäft. Nur zehn Personen gleichzeitig dürfen rein und auch nur mit Einkaufswagen. Die Schiebetüren werden von Hand auf- und wieder zugemacht. In der Schlange wartend lade ich schonmal die Blumen ein und behalte mein Auto im Blick. Alles seltsam. Die Leute, etwa sieben, die mit mir in der Schlange stehen, tun dies schweigend. Zufall? Ich weiß es nicht. 

Gleichzeitig werde ich in den sozialen Medien geradezu überhäuft mit Mutmachbildern und Ideen, was man aktuell so alles als Zeichen der Solidarität und Hoffnung tun kann. Ich würde ins Trudeln kommen, würde ich mehr als die Hälfte davon lesen oder umsetzen. Auch seltsam.

Was also tun? Ich glaube, Besonnenheit ist hier ein guter Begriff. Ich freue mich, dass wir jetzt Blumen für unsere Blumenkästen haben. Sie einzupflanzen und die Aufhübschung tun mir gut. Ich freue mich, wenn Freunde an mich denken und mir ihre Ideen davon schicken, wie sie diese für uns alle neue Situation bewältigen. Und ich wähle und probiere aus und behalte das, was mir guttut. Und wenn ich das nächste Mal in einer schweigenden Schlange stehe und mich darüber wundere? Dann spreche ich die Leute an und frage, wie es ihnen geht oder schenke zumindest jedem von ihnen ein Lächeln!

Gebet

Guter Gott,
hilf uns, nicht in Panik zu verfallen
oder anderen mit Misstrauen zu begegnen.
Bewahre uns vor Naivität und blindem Aktivismus.
Schenke uns Besonnenheit,
die die Dinge sehen und beurteilen will, wie sie sind,
die aber immer zugleich aus der Hoffnung lebt. 

Segen

Gott sei um dich
wie ein schönes Tuch
und eine wärmende Alpakadecke,
wenn Kälte dich blass macht
und Lieblosigkeit dich frieren lässt.
Gott sei in dir
und weite dein Herz,
zu lieben
und für das Leben zu kämpfen. 

Es segne uns der liebende und uns begleitende Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

 

Gedanken des Präses der kfd im Bistum Speyer, Pfarrer i.R. Norbert Kaiser in Zeiten der Corona-Krise

Die Bedrohung durch das Corona-Virus hat sich zu einer Pandemie entwickelt. Jetzt hat der Schutz von Leben und Gesundheit höchste Priorität. Jesus sagt: „Ich will, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.“
Das Virus und die Folgen sind – nach den Worten Jesu – ein „Zeichen der Zeit.“ Und uns ist es aufgetragen, diese Zeichen zu deuten. Nicht, dass diese Bedrohung durch Gott käme – sondern: was will uns Gott dadurch sagen? Ich komme wie gewohnt in der Frühe zur Kirche und muss erfahren: heute (und die kommenden Wochen): kein Gottesdienst! Nebenbei – auch ich als Pfarrer, der sehr gerne Gottesdienst feiert – auch ich hatte am Sonntag keinen Gottesdienst. Ich habe bewusst nicht ganz privat (wie angeboten) eine heilige Messe gefeiert – aus Solidarität mit allen, die darauf verzichten mussten. Für mich ein großes Opfer. Aber, so werde ich es weiterhin halten, bis….
Was will Gott uns/mir sagen? Eine Antwort ist mir gekommen. Sie betrifft unsere Sonntagsgestaltung – wie üblich: Wir haben regelmäßig unseren Gottesdienst; wir haben Christus im Empfang der heiligen Kommunion; und damit haben wir unsere Sonntagspflicht erfüllt. Aber gewiss mehr als Pflichterfüllung ist für uns die Heiligung des Sonntags.

Mir persönlich ist an diesem Sonntag tiefer bewusst geworden: Ich habe ja Christus bei mir – in mir – jeden Tag, Stunde um Stunde. Auch jetzt vor der versperrten Kirchentür. Ich bin ja sein „Tempel“, wie der Apostel Paulus sagt. Ich bin sein „Tabernakel“, in den er sich in mir eingeschlossen hat. Und, wenn ich durch die Straßen gehe, dann darf ich mich als seine „Monstranz“ verstehen – nicht aus Gold, aber viel wertvoller: als Mensch, trotz meiner menschlichen Armseligkeit.

Mit diesen Gedanken habe ich eine Kerze angezündet, bin nachdenklich geworden, habe gebetet und ein Lied gesungen; habe mir Zeit genommen, um bei IHM zu „verweilen“ – und das bewusst in Sonntagskleidung: „Tag des Herrn“!

Was mir gefehlt hat? ER hat mir nicht gefehlt! Es war die Gemeinschaft der Gottesdienstgemeinde, die habe ich vermisst: die freundlichen Gesichter, die Stimmen, das Reden und Lachen, Sich-Grüßen – das aufmerksame Miteinander.

Aber – noch einmal – ER war bei mir und in mir, den ganzen Tag – in inniger Verbundenheit. Es war ein Sonntag – reich an Gott.

Gebet im Angesicht der Pandemie

Gott, unser Schöpfer und unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir:
Das Corona-Virus hat Leben gekostet
und viel Schaden über die Menschen gebracht.

Wir beten
für die Menschen, die das Virus erforschen und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Für die Mediziner, dass sie den Kranken dienen durch ihr Können und ihr Mitgefühl.
Für die Regierenden und Helfenden, die auf der Suche nach einer Heilung und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken. Mögen sie bald wieder gesund werden.

Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

Nach einem Gebet der philippinischen Bischofskonferenz

Sonntag – ohne Eucharistiefeier

Und trotzdem: ein Sonntag – reich an Gott.

Gestaltung der Kar- und Ostertage für Familien
Als Download finden Sie hier:
- Impulse für die Kar- und Ostertage (Download Datei: Osterbrief)
- Impulse für die Gestaltung der Kar- und Ostertage für Familien (Download Dateien: Ostergrüße für Familien + Malvorlage)

Über folgende Links finden Sie einen Gottesdienst für zuhause für die Kar- und Ostertage  und einen entsprechenden Gottesdienst für Familien:

Hausgottesdienst am Palmsonntag (5. April 2020):
Hausgottesdienst
Hausgottesdienst mit Kindern

Hausgottesdienst am Gründonnerstag (9. April 2020):
Hausgottesdienst
Hausgottesdient mit Kindern

Hausgottesdienst am Karfreitag (10. April 2020):
Hausgottesdienst
Hausgottesdienst mit Kindern

Hausgottesdienst in der Osternacht (11. April 2020):
Hausgottesdienst
Hausgottesdienst mit Kindern

Hausgottesdienst am Ostersonntag (12. April 2020):
Hausgottesdienst
Hausgottesdienst mit Kindern

Gottesdienste auf Ebene der Diözese im Livestream
https://www.bistum-speyer.de/aktuelles/gottesdienst-im-livestream/

Beten und feiern zuhause

Als Christinnen und Christen haben wir besondere Verantwortung. Es gilt einerseits, Gefährdungen auszuschließen, andererseits aber solidarisch an der Seite der Menschen zu stehen.

Insbesondere unser Gebet kann dort, wo persönliche Zuwendung nicht möglich ist, ein starkes Zeichen der Verbundenheit setzen.

Auch zu Hause besteht die Möglichkeit, den Sonntag zu heiligen. Das Zweite Vatikanische Konzil nennt die Familie sogar "Hauskirche". Ein Hausgottesdienst bietet die Möglichkeit zur Besinnung und zum gemeinsamen Gebet, beispielsweise in der Familie. Eine Anleitung zu einer Feier gibt es im Gotteslob (zum Beispiel Nr. 668 Wort-Gottes-Feier oder 613 Tageszeitenliturgie).

Biblische Lesungen

Die Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen auf das öffentliche Leben können Gläubige auch dazu nutzen, intensiv die Bibel zu studieren.

„Einfach“ beten

Last but not least: Warum nicht einfach die Hände falten und beten – so, wie es viele Katholiken von klein auf kennen? Das Gotteslob etwa bietet eine Vielzahl an Gebeten für alle möglichen Anlässe.

 

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