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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden die zur Pfarrei Heilig Kreuz in Homburg gehören.

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Homburg, St. Michael

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Donnerstag, 26. März 2020

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Gedanken und Impulse

Warum eigentlich nicht? | von Melanie Viehl

Warum eigentlich nicht ein paar Blumen kaufen und damit die Blumenkästen befüllen? Klingt doch gut, oder? Also fahren wir, meine Kinder und ich, zum Geschäft. Auf dem kurzen Weg dorthin die Frage: Ist es wirklich nötig, Blumen zu kaufen? Aber schließlich sind wir schonmal unterwegs. Dort angekommen merke ich direkt, dass sich einkaufen vorerst verändert hat. Die Unsicherheit wächst. Die lieben Kleinen bleiben mit Hörspiel im Auto, schließlich sind die Schulen und Kindertagesstätten zu. Ich mach mich auf und stelle mich in die Schlange vor dem Geschäft. Nur zehn Personen gleichzeitig dürfen rein und auch nur mit Einkaufswagen. Die Schiebetüren werden von Hand auf- und wieder zugemacht. In der Schlange wartend lade ich schonmal die Blumen ein und behalte mein Auto im Blick. Alles seltsam. Die Leute, etwa sieben, die mit mir in der Schlange stehen, tun dies schweigend. Zufall? Ich weiß es nicht. 

Gleichzeitig werde ich in den sozialen Medien geradezu überhäuft mit Mutmachbildern und Ideen, was man aktuell so alles als Zeichen der Solidarität und Hoffnung tun kann. Ich würde ins Trudeln kommen, würde ich mehr als die Hälfte davon lesen oder umsetzen. Auch seltsam.

Was also tun? Ich glaube, Besonnenheit ist hier ein guter Begriff. Ich freue mich, dass wir jetzt Blumen für unsere Blumenkästen haben. Sie einzupflanzen und die Aufhübschung tun mir gut. Ich freue mich, wenn Freunde an mich denken und mir ihre Ideen davon schicken, wie sie diese für uns alle neue Situation bewältigen. Und ich wähle und probiere aus und behalte das, was mir guttut. Und wenn ich das nächste Mal in einer schweigenden Schlange stehe und mich darüber wundere? Dann spreche ich die Leute an und frage, wie es ihnen geht oder schenke zumindest jedem von ihnen ein Lächeln!

Gebet

Guter Gott,
hilf uns, nicht in Panik zu verfallen
oder anderen mit Misstrauen zu begegnen.
Bewahre uns vor Naivität und blindem Aktivismus.
Schenke uns Besonnenheit,
die die Dinge sehen und beurteilen will, wie sie sind,
die aber immer zugleich aus der Hoffnung lebt. 

Segen

Gott sei um dich
wie ein schönes Tuch
und eine wärmende Alpakadecke,
wenn Kälte dich blass macht
und Lieblosigkeit dich frieren lässt.
Gott sei in dir
und weite dein Herz,
zu lieben
und für das Leben zu kämpfen. 

Es segne uns der liebende und uns begleitende Gott:
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

 

Gedanken des Präses der kfd im Bistum Speyer, Pfarrer i.R. Norbert Kaiser in Zeiten der Corona-Krise

Die Bedrohung durch das Corona-Virus hat sich zu einer Pandemie entwickelt. Jetzt hat der Schutz von Leben und Gesundheit höchste Priorität. Jesus sagt: „Ich will, dass sie das Leben haben und es in Fülle haben.“
Das Virus und die Folgen sind – nach den Worten Jesu – ein „Zeichen der Zeit.“ Und uns ist es aufgetragen, diese Zeichen zu deuten. Nicht, dass diese Bedrohung durch Gott käme – sondern: was will uns Gott dadurch sagen? Ich komme wie gewohnt in der Frühe zur Kirche und muss erfahren: heute (und die kommenden Wochen): kein Gottesdienst! Nebenbei – auch ich als Pfarrer, der sehr gerne Gottesdienst feiert – auch ich hatte am Sonntag keinen Gottesdienst. Ich habe bewusst nicht ganz privat (wie angeboten) eine heilige Messe gefeiert – aus Solidarität mit allen, die darauf verzichten mussten. Für mich ein großes Opfer. Aber, so werde ich es weiterhin halten, bis….
Was will Gott uns/mir sagen? Eine Antwort ist mir gekommen. Sie betrifft unsere Sonntagsgestaltung – wie üblich: Wir haben regelmäßig unseren Gottesdienst; wir haben Christus im Empfang der heiligen Kommunion; und damit haben wir unsere Sonntagspflicht erfüllt. Aber gewiss mehr als Pflichterfüllung ist für uns die Heiligung des Sonntags.

Mir persönlich ist an diesem Sonntag tiefer bewusst geworden: Ich habe ja Christus bei mir – in mir – jeden Tag, Stunde um Stunde. Auch jetzt vor der versperrten Kirchentür. Ich bin ja sein „Tempel“, wie der Apostel Paulus sagt. Ich bin sein „Tabernakel“, in den er sich in mir eingeschlossen hat. Und, wenn ich durch die Straßen gehe, dann darf ich mich als seine „Monstranz“ verstehen – nicht aus Gold, aber viel wertvoller: als Mensch, trotz meiner menschlichen Armseligkeit.

Mit diesen Gedanken habe ich eine Kerze angezündet, bin nachdenklich geworden, habe gebetet und ein Lied gesungen; habe mir Zeit genommen, um bei IHM zu „verweilen“ – und das bewusst in Sonntagskleidung: „Tag des Herrn“!

Was mir gefehlt hat? ER hat mir nicht gefehlt! Es war die Gemeinschaft der Gottesdienstgemeinde, die habe ich vermisst: die freundlichen Gesichter, die Stimmen, das Reden und Lachen, Sich-Grüßen – das aufmerksame Miteinander.

Aber – noch einmal – ER war bei mir und in mir, den ganzen Tag – in inniger Verbundenheit. Es war ein Sonntag – reich an Gott.

Gebet im Angesicht der Pandemie

Gott, unser Schöpfer und unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir:
Das Corona-Virus hat Leben gekostet
und viel Schaden über die Menschen gebracht.

Wir beten
für die Menschen, die das Virus erforschen und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Für die Mediziner, dass sie den Kranken dienen durch ihr Können und ihr Mitgefühl.
Für die Regierenden und Helfenden, die auf der Suche nach einer Heilung und einer Lösung der Epidemie sind.
Wir beten für die Kranken. Mögen sie bald wieder gesund werden.

Darum bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Amen.

Nach einem Gebet der philippinischen Bischofskonferenz

Sonntag – ohne Eucharistiefeier

Und trotzdem: ein Sonntag – reich an Gott.

Über folgende Links finden Sie einen Gottesdienst für zuhause zum 5. Fastensonntag und einen entsprechenden Gottesdienst für Familien:
http://www.netzwerk-gottesdienst.at/dl/tnsnJKJnKONNJqx4kJK/netzwerk-gottesdienst_5Fastensonntag_29032020.pdf
http://www.netzwerk-gottesdienst.at/dl/NKuoJKJnKONNJqx4lJK/Netzwerk-Gottesdienst_Familien_5Fastensonntag_29032020.pdf

Beten und feiern zuhause

Als Christinnen und Christen haben wir besondere Verantwortung. Es gilt einerseits, Gefährdungen auszuschließen, andererseits aber solidarisch an der Seite der Menschen zu stehen.

Insbesondere unser Gebet kann dort, wo persönliche Zuwendung nicht möglich ist, ein starkes Zeichen der Verbundenheit setzen.

Auch zu Hause besteht die Möglichkeit, den Sonntag zu heiligen. Das Zweite Vatikanische Konzil nennt die Familie sogar "Hauskirche". Ein Hausgottesdienst bietet die Möglichkeit zur Besinnung und zum gemeinsamen Gebet, beispielsweise in der Familie. Eine Anleitung zu einer Feier gibt es im Gotteslob (zum Beispiel Nr. 668 Wort-Gottes-Feier oder 613 Tageszeitenliturgie).

Biblische Lesungen

Die Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen auf das öffentliche Leben können Gläubige auch dazu nutzen, intensiv die Bibel zu studieren.

„Einfach“ beten

Last but not least: Warum nicht einfach die Hände falten und beten – so, wie es viele Katholiken von klein auf kennen? Das Gotteslob etwa bietet eine Vielzahl an Gebeten für alle möglichen Anlässe.

 

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